Das Hotel Belvédère am Furkapass

  • Jaja - wir kennen es alle, das Belvédère am Furkapass.

    Wir Motorradfahrer nehmen ev. nur die Haarnadelkurve um dieses Hotel wahr.

    Miss Sophie und ich mit dem Hang zur Fotografie sehen es mit anderen Augen.

    Zugegeben: Wir hatten bisher noch nicht geplant, dieses Kleinod auf einen Chip zu pinnen.

    Motiviert dafür wurde ich durch einen Bericht der NZZ:

    Guckscht du hier

    Meine Güte - ist das faszinierend.

    Hat jemand von euch das Belvédère schon fotografiert?

    Ich meine: Fotografiert - und nicht by the way auf den Handy-Auslöser gedrückt?


    Schleichfahrt ist für U-Boote

  • Das kriegen wir auch hin. Weshalb?

    1. Weil wir die Infrastruktur dafür haben.

    2. Weil wir wissen wie man solche Fotos macht.

    3. Weil sich das Haus zum grossen Glück nicht bewegt.

    Da ist das um Welten komplexer, gerade weil sich der Flieger (zum Glück) mit rund 200-250 Sachen bewegte.

  • Wir haben 2014 im Belvedere übernachtet.

    guggsch du
    Ein Grossteil war noch wie zu Belle Époque Zeiten.
    Laut Concierge sei das Part of the Concept.

    Leider hat das Konzept offensichtlich nicht funktioniert und das Hotel ging wieder zu.
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    Ich weis... du wolltest keine Handy Fotos... aber zu der Zeit lag bei uns der Fokus noch auf anderen Dingen.

  • Hier die Messlatte (und nein, das Foto ist nicht von mir... )

    Ich fotografiere selber ja auch gerne und finde solche Fotos einfach geil!

    Mir persönlich fehlt aber einerseits das know how, andererseits die Geduld um solche Bilder danach noch am PC zu verfeinern.

  • Wir haben 2014 im Belvedere übernachtet. ...

    So etwas ist unschlagbar! Das sind Erinnerungen, die dir niemand mehr nehmen kann! Doch zurück zum Fotografieren.

    ... Mir persönlich fehlt aber einerseits das know how, andererseits die Geduld um solche Bilder danach noch am PC zu verfeinern.

    Das ist genau der Punkt, der das Fotografieren vom Knipsen unterscheidet: Fotografieren bedeutet die Auseinandersetzung mit dem Thema, die durchaus auch länger und intensiver ausfallen kann. Beim Fotografieren kann der Zufall mitspielen, er muss es aber nicht. Der Zeitpunkt des Entstehens des Belvédère-Fotos wurde gezielt gewählt. Da ist z. B. kein Wölkchen zu sehen. Auch der Kamerastandort und die Lage der Milchstrasse entstammen einer umfassenden bildkompositiorischen Überlegung. Dahinter liegt auch eine planerisch/organisatorische Leistung. Dazu gesellt sich dann noch die Passion und das Know-how. Wer macht sich schon die Mühe, nachts den Furkapass hochzufahren?

    Hat jemand von euch das Belvédère schon fotografiert?

    Ich meine: Fotografiert - und nicht by the way auf den Handy-Auslöser gedrückt?

    Von der Warte her ist Robertos Frage mehr als berechtigt.

  • Das ist genau der Punkt, der das Fotografieren vom Knipsen uunterscheidet

    Der unterschied zwischen "einfach knipsen" und "fotografieren" ist mir durchaus bewusst.

    Oder meinst du etwa, dass mein Profilbild per Zufall entstanden ist?

    Wenn es mich ab und zu wieder packt wende ich einige Zeit für Standortsuche und dessen Möglichkeiten auf. Ich studiere die Wettervorhersagen und die Sternenkarten zum entsprechenden Zeitpunkt.

    Ergo...die Vorbereitung und die Realisierung vor Ort ist das was mir Spass macht!

    Nur eben das mit Lightroom, Luminar etc. habe ich bis heute noch nicht richtig auf die Reihe gekriegt.

  • ... Ergo...die Vorbereitung und die Realisierung vor Ort ist das was mir Spass macht! ...

    Ernsthaft, das kann ich sehr gut nachvollziehen!

    ... Nur eben das mit Lightroom, Luminar etc. habe ich bis heute noch nicht richtig auf die Reihe gekriegt.

    Die Nachbearbeitung habe ich ganz bewusst weggelassen. Ein gutes Foto bedarf keiner oder nur ganz wenig der Nachbearbeitung. Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass ein schlechtes Foto durch viel Nachbearbeitung zu einem Guten wird. Wenn du es schaffst, gutes Bildmaterial zu erzeugen, dann brauchst du dich nicht um etwas zu kümmern, dass das Gros der Betrachter ohnehin nicht mitkriegt.

  • Wir haben 2014 im Belvedere übernachtet.

    Ihr seid wirklich zu beneiden - haltet das Ereignis in Erinnerung 8)

    Auch der Kamerastandort und die Lage der Milchstrasse entstammen einer umfassenden bildkompositiorischen Überlegung. Dahinter liegt auch eine planerisch/organisatorische Leistung. Dazu gesellt sich dann noch die Passion und das Know-how. Wer macht sich schon die Mühe, nachts den Furkapass hochzufahren?

    Ich habe mir das Bild länger angeschaut und komme unterdessen zum Schluss, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit aus 2 Bildern entstanden oder sogar mit Luminar erzeugt wurde. Die erforderlichen Belichtungszeiten für das Hotel und die Milchstrasse sind nach meiner Einschätzung sehr unterschiedlich (mehrere Minuten für die Milchstrasse, 10 bis 30 Sekunden für das Hotel).

    Ein gutes Foto bedarf keiner oder nur ganz wenig der Nachbearbeitung.

    Kann sein - ich habe da eine andere Meinung ;)


    Schleichfahrt ist für U-Boote

  • ein gutes Foto kann man noch besser machen am PC, .... eben .....so fern man die Schieber beherrscht.......in welche Richtung wieviel besser od. anderst ...das ist jedem "Lichtmaler"" seinem eigenen Geschmack und Gefühl überlassen....

    z.b.

    etwas einfaches was die Logik betrifft

    man belichet auf die hellen Stellen und zieht nachher mehr oder weniger die dunklen Partien hoch und es kommen auf wundersame weise etliche Details zum Vorschein und die allfälligen Konturen in den hellen Abschnitten gehen dabei aber nicht verloren....sie fressen sog. nicht aus....

    normal bewertet die Belichtungsautomatik einer Cam das gesamte Bild ,dabei kanns schon im original schneeweisse /ausgefressene Bereiche ergeben.....

    oder

    da ich nur sonys gratis Beilagensoftware benütze kann ich sowas zb. nicht selektiv machen innerhalb eines Fotos...

    n.b

    gerade dieses hoch ziehen ist die Paradedisziplin von grossen Sensoren..sie bieten einfach mehr Spielraum/ Reserve - Dynamikumfang......geschweige ,wenn noch gecropt wird....

    13 Mal editiert, zuletzt von chrigi (29. Juli 2022 um 17:22)

  • Kann sein - ich habe da eine andere Meinung ;)

    Da scheiden sich ja auch die Geister!

    Grundsätzlich bin ich der Meinung von Wake , dass ein gutes Foto nur wenig Nachbesserung bedarf.

    Jörg dieser Meinung ist übrigens auch Stefan Forster.

    Aber es sind eben diese Kleinigkeiten die den Unterschied machen.

    BTW...ich war vor Jahren mal an einem Reisefotografie-Vortrag von Andreas Hülsmann.

    Und ein Zitat ist bei mir besonders hängengeblieben...

    "Es ist egal ob ihr Bilder mit einer Handykamera, mit einer Kompaktkamera oder mit einer Profi-DSLR macht. Wenn ihr das Auge für Bild nicht habt wird's eh nix".

  • Das wird nix mit dieser Diskussion.

    Forster, Hurni, Hülsmann und whateva - ohne Bildbearbeitung geht heute gar nix mehr.

    So sieht ein Milchstrassenfoto unbearbeitet aus.

    Und da ich zum Thema meine ganz eigene Meinung habe, mache ich mich mal rar in diesem Thread.


    Schleichfahrt ist für U-Boote

  • Grundsätzlich bin ich der Meinung von Wake , dass ein gutes Foto nur wenig Nachbesserung bedarf.

    Jörg dieser Meinung ist übrigens auch Stefan Forster.

    Das ist auch richtig.

    Aber jedes Foto muss entwickelt werden, früher halt mit Chemie und heute mit Bits und Bytes.

    Es stellt sich einzig die Frage, ob man die Entwicklung der Kamera überlassen soll, die das mal besser, mal schlechter macht oder ob man es selber mache möchte.

    Ich bin auch von letzterer Fraktion, obwohl es sch... aufwändig ist.

    Habe mal abgeschätzt, dass pro Klick ca. 20 Sekunden für die Nachbearbeitung drauf gehen (aussortieren, im LR importieren, generelle Metadaten setzten, Geokoordinaten setzen, fotospezifische Tags hinzufügen, Finetuning, Export).

    Ob das in meinem Fall besser wird als es die Kamera machen würde, lasse ich mal dahingestellt, zumindest habe die die Möglichkeit das Bild je nach Verwendungszweck anzupassen.

    "Es ist egal ob ihr Bilder mit einer Handykamera, mit einer Kompaktkamera oder mit einer Profi-DSLR macht. Wenn ihr das Auge für Bild nicht habt wird's eh nix".

    Das dürfte unbestritten sein.

    Wenn das Motiv nix ist, kommt jedes in die Kategorie "Ist das Kunst oder kann das weg?".

    Und BTW: Ja, ich war auch schon froh, ein musslungenes Foto nachträglich noch aufpeppen zu können. ;)

    Ich kann nichts dafür, ich bin so... :crazy:

    When nothing goes right ... go left! :thumbup:

  • ... Ich habe mir das Bild länger angeschaut und komme unterdessen zum Schluss, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit aus 2 Bildern entstanden oder sogar mit Luminar erzeugt wurde. ...

    Das ist gut möglich. Gehen wir davon aus, dass dem so ist, dann komme ich zum Schluss, dass es sich um ein "Composing" und nicht um eine Fotografie handelt.

    Für jene, die nicht wissen, was "Composings" sind: Dabei handelt es sich um Bilder, die aus mehreren Einzelbildern zusammengestellt wurden. (Nicht mit HDRIs verwechseln, da bei denen nichts freigestellt wird!) Ein wichtiger Aspekt ist dabei die das Freistellen von Teilbereichen. In unserem Beispiel könnte - wie von roberto genannt - Vordergrund und Haus aus dem einen Foto mit der Milchstrasse aus einem weiteren Foto kombiniert worden sein. In der Fachsprache spricht man dann aber nicht mehr von einem Foto, sondern eben von einem "Composing". Genau deshalb wäre das dann eben kein Foto mehr.

    ... Aber jedes Foto muss entwickelt werden, früher halt mit Chemie und heute mit Bits und Bytes. ...

    Das ist nicht korrekt. Früher musste das Negativ in ein Positiv umgewandelt werden. Dieser Prozess entfällt heute, da das Foto bereits als Positiv auf dem Massenmedium gespeichert wird. Sind Bildausschnitt, Belichtung und Schärfe von Anfang an korrekt gesetzt, muss im Nachhinein nichts am Bild manipuliert werden. Ein weiteres Argument, weshalb ein gutes Foto (out of cam) nicht bearbeitet werden sollte ist der Umstand, dass die wenigsten Betrachter über ein kalibriertes System verfügen. Was beim Fotografen auf dem Bildschirm erscheint, das hat farblich in den wenigsten Fällen mit dem zu tun, was wir auf unseren Monitoren und Fernsehern sehen. Da nützt es dann nichts, wenn dem Foto ein Farbprofil beiliegt und mein Fernseher völlig verstellt ist, weil ich es nicht besser weiss und kann. Wenn ich also an einem guten Foto "herumschraube", dann entferne ich mich von der ursprünglichen Bildaussage und somit von der abgelichteten Wirklichkeit. Ein unscharfes Foto bleibt ein unscharfes Foto. Wenn ich im Nachtrag die Schärfe erhöhe, dann ist das nichts anderes als eine Kontrasterhöhung. Ein Scharfes Foto hingegen, weist demgegenüber mehr Detailreichtum auf. Achtung! Ich sage nicht, dass man das nicht darf und dass das nicht legitim wäre. Ich bin lediglich der Meinung, dass man dann nicht mehr von einem Foto im klassischen Sinne sprechen darf.

  • Das wird nix mit dieser Diskussion. ...

    ...Und da ich zum Thema meine ganz eigene Meinung habe, mache ich mich mal rar in diesem Thread.

    Das finde ich schade, denn deine Ansicht interessiert mich - ernsthaft! Genau deshalb wäre ich ja auch gerne einmal mit dir auf Foto-Tour.

    Du solltest aber auch Argumente bringen, die deinen Standpunkt unterstützen. Nur so kann ein fruchtbarer Diskurs entstehen.

  • Fotos von sog. anspruchsvollen Cams müssen quasi bearbeitet werden....bzw. total verarbeitet + geschärft kommen die jpgs von phones eh daher.....

    ..bzw. im Gegensatz dazu sind Fotos auch jpgs "unter"bebarbeitet aus anspruchsvollen Cams....und RAW erst recht.....es sei ich setze in meinen Cams bereits gewisse vorEinstellungen für jpgs dann kommen selbst da die jpgs phonemässig daher out of cam...

    Fotomontagen ist bestimmt eine Sache für sich.....z.b. einen öden fahlen wolkenlosen Himmel künstlich in etwas attraktives wolkiges verwandeln ....oder bei der Fotografie ist unsere Denkweise halt schon sehr eng verwurzelt : ich sehe das / die Objekte aufm Bild welche beim abdrücken einzig da waren ....

    man kann aber auch mit der Zeit gehen und sehen, gerade mit der digitaltechnik kann man die verschiedensten " Bilder" mit Fotos "malen"....

    fotografieren, malen mit Licht.....

    oder welchem Maler wurde schon unterstellt auf seinem/ seinen Bild/ ern wäre nicht die Wirklichkeit ?


    und sonst...Details z.b. farblich herausarbeiten eben sehr typisch z.b. bei astro.....warum nicht.....wenns doch nachher viel hübscher daher kommt

    spez. bei lowlight Aufnahmen generell kann ich sooo wunderbar am PC spielen mit Farben und Helligkeit......selbst wie lange ich grundsätzlich belichte kann ich da schon sooo vieles bereits beinflussen...oder ist das etwa nicht auch Fotobearbeitung.....

    oder

    wie oft habe ich bei meinen schon kurz an der Tonwertkurve etwas gezupft...


    und vom hören sagen......Chemieentwicklung war bei Profis ev. auch nicht immer die gleiche...bzw. auch da konnte man das spätere Ergebnis " bearbeiten"

    auch zu derzeit konnte man 2 total verschiedene Dinge ins Bild fotografieren..

    https://kleinbildphotographie.de/die-doppelbeli…gen-fotografie/

    https://fotografische.de/kameras/doppelbelichtung/

    12 Mal editiert, zuletzt von chrigi (30. Juli 2022 um 17:35)

  • Wake, ich rede nicht von Fokusfehlern oder dergleichen.

    Wenn du sagst, ein Digitalfoto müsse nicht entwickelt werden, schau dir mal ein RAW Bild an, also genau das, was auf dem Sensor auftrifft.

    Aber an dieser Stelle bin ich auch raus.

    Ich kann nichts dafür, ich bin so... :crazy:

    When nothing goes right ... go left! :thumbup:

    Einmal editiert, zuletzt von mike68 (31. Juli 2022 um 18:13)

  • Und da ich zum Thema meine ganz eigene Meinung habe, mache ich mich mal rar in diesem Thread.

    Aber an dieser Stelle bin ich auch raus.

    Finde ich beides schade, jetzt, wo es interessant wird ...

    Als Unbeteiligter erlaube ich mir beizufügen, dass mir die Diskussion zum Thema «Bildbearbeitung ja oder nein» ein bisschen wie folgendes vorkommt:

    Ir Ysebahn sitze die einte ä so,

    Dassi alles was chunnt

    Scho zum Vorruss gseh cho

    Und dr Rügge zue cheere

    Dr Richtig vo wo,

    Dr Zug chunnt.

    Die andre die sitze im Bank wisawii,

    Dassi lang no chöi gseh

    Wo dr Zug scho isch gsii,

    Und dr Rügge zue cheere

    Dr Richtig wo hii,

    Dr Zug fahrt.

    Jetz schtellet nech vor,

    Jede bhouptet eifach,

    So win ärs gseht sigs richtig

    Und scho heisi Krach,

    Si gäbe enander mit Schirme ufs Dach,

    Dr Zug fahrt.

    Und ou wenn dr Kondüktör jetzed no chunnt,

    So geit är däm Sachverhalt nid ufe Grund

    Är seit nume was für ne Ortschaft jetz chunnt,

    Sisch Rorschach.

    Einzig eine Frage hätte ich noch:

    Früher musste das Negativ in ein Positiv umgewandelt werden.

    Wann war «früher»? - In einem Teil von «früher» habe ich nämlich auch schon gelebt, und ich mag mich lebhaft erinner, dass es neben Negativfilmen auch den Diapositivfilm gab. Natürlich musste der auch entwickelt werden, aber eine Umwandlung von Helligkeitswerten (weiss wird schwarz und umgekehrt) fand dabei nicht statt.

    The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, and wiser people so full of doubts. (Bertrand Russell)

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