Beiträge von RudiRatlos

    Ich habe mit Schrecken festgestellt, dass dieses Thema bisher im Dampfradforum gefehlt hat. Schlimmer ist nur noch, dass es niemand vermisst hat. Aber diese düstere Zeit ist ja jetzt Gottseidank vorbei.


    Gut, eine Sorge weniger. Trotzdem finde ich, dass die männlichen Wespen im allgemeinen Sprachgebrauch immer noch diskriminiert werden und eine weibliche Form erdulden müssen. Drohne ist nämlich kein Ersatz für «der Wesp», denn die ist ja auch weiblich!

    Die Diskriminierung der Wespe muss auch endlich aufhören. «Mich hat eine Wespe gestochen», kann nur ein Ignorant behaupten. Woher will er wissen, dass es eine weibliche Wespe war? Es könnte geradesogut ein Wesp gewesen sein! Das gleiche gilt natürlich für die Biene! Dass man die männliche Biene heute noch «eine Drohne» nennt, setzt dem ganzen noch die Krone auf! :dash:

    Interessant finde ich auch, dass der Duden neulich das Wort «Mieter» in seiner Bedeutung geändert hat. Neu ist das eine männliche Person:


    Das hat klar zur Konsequenz, dass eine Person, die sich weder als Mann noch als Frau fühlt, nun nichts mehr mieten kann!


    Da wollte ich natürlich wissen, ob der Vermieter nun neu auch eine männliche Person ist. Welche Enttäuschung!


    Ach weisst du, das geht nicht nur den Männern so, wenn sie den Löffel abgegeben haben und damit plötzlich weiblich werden. Ich war mal lange Zeit Lehrer, und dann, eines Tages war ich keiner mehr, obwohl ich immer noch unterrichtete. Über Nacht wurde ich weiblich und war plötzlich eine «Lehrperson».

    Übrigens, wer nachgeschaut hat, könnte nun sagen, das stimme ja gar nicht, was ich da hinschrub, denn da stehe einwandfrei das:



    Dem kann ich sagen: Das stimmt zwar, doch liegt es auch daran, dass ich das Kontaktformular auf der Website des Teletextes ausgefüllt habe, worauf ich eine E-Mail erhielt:


    Ja, ich gebe es zu, ich finde die meisten Anstrengungen lächerlich, sogar falsch. Statt überall Gendersternchen und /*innen anzuhängen, sollte man m.E. gescheiter etwas mehr dafür unternehmen, damit die Ungleichheiten in der wirklichen Welt, nicht bloss in der Sprache verschwinden. Ich weiss, damit bin ich auf weiter Flur alleine. Das zeigt folgendes Beispiel aus dem Nachrichtenportal «Teletext», welches jetzt drauf und dran ist, nicht nur männliche Formen in den Strudel der Genderisierung zu ziehen:



    Merke: früher hatten wir folgenden Duden-Eintrag: Mitglied, das, Nomen, sächlich, Plural «Mitglieder»


    Wurde jetzt ersetzt durch:


    Mitglied, der, Nomen, männlich, Plural «Mitglieder»

    Mitglied, die, Nomen, weiblich, Plural «Mitgliederinnen»


    Mein Vorschlag, das Nomen «Mitglied» generell zu streichen und durch «Mitklit» und «Ohneklit» zu ersetzen, wurde seinerzeit in Mannheim abgelehnt.


    Tja, dann geht es halt weiter in Richtung: Baum und Bäumin, Haus und Häusin, Motorrad und Motorradin. O tempora, o mores!

    Dieser Ort heisst seit etwa 30 - 40 Jahren Bülach, bzw. deren Einwohner Bülacher :doofy:

    Gibt's dazu eine aktuelle Geschichte, welche meine obige toppen könnte??


    Oder gar meine Lieblingsgeschichte zu diesem Thema?:


    Es geschah aber, dass sich eines Tages der Krieg unserer Ortschaft bedrohlich näherte. Und weil die Einwohner wussten, dass der Krieg vor allem Eisen brauchte, fürchteten sie um ihre Kirchenglocke. Damit daraus nicht Kanonen gegossen werden konnten, beschlossen sie, ihre wertvolle Glocke zu verstecken. Als Versteck am geeignetsten erschien ihnen ihr See. So versenkten sie ihr kostbares Eigentum darein. Um sicherzugehen, dass sie sie dereinst wiederfänden, wenn der Krieg weitergezogen war, schnitzte einer der ihren eine Kerbe ins Boot, genau an der Stelle, wo sie ihre Glocke versenkt hatten. Leider zeigte es sich, dass sich die Glocke trotz ihrer Voraussicht nicht wiederfinden liess. Wütend schnitt einer der ihren darauf die Kerbe wieder heraus. Leider wurde sie dadurch nur noch grösser.


    Ich habe beim Fötelen nicht so genau hingeguckt. Sind offensichtlich Elektronik-Artikel (Kopfhörer, AC-USB Charger und dergleichen).


    Der Hintergedanke ist wohl der: Wir sind in einem angebotspezifischen Lockdown: Lebensnotwendige (heute sagt man dazu glaub's «systemrelevant») Dinge darf man verkaufen, andere nicht. Wenn ein Elektronikladen dichtmachen muss, dann darf ihm ein Supermarkt nicht dessen Produkte vor der Nase wegverkaufen. Interessanterweise heisst es aber «nicht verkaufen», von «nicht kaufen dürfen» hat niemand was gesagt. Dazu passt auch folgende Geschichte, die ich in unserem Lokal-Käseblatt gelesen habe: Einer alten Oma ist der Henkel ihres Einkaufskorbs gebrochen. Also ging sie zu ihrem Volg-Lädeli und nahm sich den erhofften Nachfolger aus dem Regal. Da beschied ihr der Verkäufer, er dürfe ihr den Korb nicht verkaufen, der sei nicht «systemrelevant». Was nun? Zum Glück ist unsere Oma nicht nur Oma, sondern eine schlaue Oma. Via Internet darf sie beim Volg nämlich auch einkaufen, nicht nur analog. Also bestellte sie sich den Korb und kreuzte bei der Bestellung die Option «In Filiale abholen» an. Schon nach wenigen Tagen erhielt sie Bescheid, ihr Korb sei abholbereit, worauf sie sich wenig später im gleichen Laden mit dem gleichen Verkäufer vor dem gleichen Gestell wieder traf. Und diesmal ging der Verkauf reibungslos über die Bühne.


    Solche Geschichten sind seit 1597 bekannt, sind also gar nichts Neues, siehe auch hier: Klick

    Also in 99% der Fälle meine ich mit «Schotter» das hier:



    Den Rest versuche ich zu umfahren oder, wenn sich das nicht bewerkstelligen lässt, wenigstens zu ignorieren!

    Und ich kenne ein Mädchen (gut, sie ist auch schon über vierzig), die fährt mit einer R1 ohne Zögern über Schotter, bei dem einige Männer das Schlottern kriegen.

    Leider komm' ich nicht mehr auf den berühmten TV-Kommentator (Eurosport, wenn ich mich nicht irre), der vor dem Rennen jeweils eine Kamerafahrt machte, und bei 10% Schräglage ins Mikro brüllte: «Und jetzt, volle Schräglage!»


    Vielleicht ist der jetzt Testfahrer geworden?